Wann kommt die Metro nach Zografou, Ilisia, Goudi und Kaisariani?
Der erste große Sieg für die neue „orangefarbene“ Linie 4 ist vollbracht. Die Tunnelbohrmaschine (TBM) „Athena“ hat den Vortrieb der 5,1 km von Katehaki abgeschlossen und passierte dabei die Stationen Goudi, Zografou, Ilisia, Panepistimioupoli und Kaisariani, um schließlich im Evangelismos zu enden. Gleichzeitig hat die zweite Tunnelbohrmaschine („Niki“) bereits Kypseli erreicht, nachdem sie 2,6 km vom Veikou-Schacht zurückgelegt hat.
Wie sieht der neue Zeitplan für die Metrolinie 4 aus?
Trotz des ursprünglichen offiziellen Ziels für 2029 haben sich die Rahmenbedingungen inzwischen dramatisch verändert. Elliniko Metro erkennt bereits den 3. September 2032 als neuen Liefertermin an, was die maximale Verlängerung darstellt, die der Staat zum jetzigen Zeitpunkt gewähren kann. Doch selbst dieser Meilenstein wird infrage gestellt, da das beauftragte Konsortium (AVAX–GHELLA–ALSTOM) aufgrund erheblicher Verzögerungen bei der Übergabe der Baustellen mit einer Fertigstellung des Projekts Anfang 2034 rechnet. Angesichts der Rechtsstreitigkeiten an zentralen Punkten (Exarcheia, Rizari) und der historischen Erfahrung von Abweichungen von 5–6 Jahren verschiebt sich die Inbetriebnahme der Linie 4 realistisch in Richtung 2035, da der Fortschritt der Tunnelbohrmaschinen allein nicht ausreicht, um die Gesamtverzögerungen im Netz aufzufangen.
Der Zustand der Stationen und die lokalen Herausforderungen
Während die Arbeiten in Zografou und Ilisia voranschreiten, bleibt das Projekt ein zusammenhängendes Gesamtsystem. Wenn die zentralen Stationen Athens „blockiert“ bleiben, können die Züge nicht durchfahren, wodurch auch die lokalen Stationen inaktiv bleiben.
- In Evangelismos steht die Klage wegen des Rizari-Parks noch aus.
- In Goudi gab es eine Verzögerung aufgrund einer nicht kartierten Pipeline der EYDAP (Wasserwerke).
- In Panepistimioupoli dauern die archäologischen Ausgrabungen an.
Wann werden die Straßen von den Baustellen befreit?
Die Entfernung der Bauzäune wird voraussichtlich deutlich vor den ersten Zugfahrten erfolgen, wahrscheinlich um das Jahr 2030, mit dem Abschluss der Oberflächenarbeiten. Es folgt jedoch eine zeitaufwändige Phase für die elektromechanischen Installationen und die strengen Tests der automatischen (fahrerlosen) Züge, die den neuen Betriebsstandard darstellen.
Immobilienmarkt: Realismus statt Euphorie
Der künstliche Anstieg der Immobilienpreise aufgrund der Metro ist in der gegenwärtigen Phase nicht vollständig gerechtfertigt. Mit einem Realisierungshorizont, der bis 2035 reicht, müssen die Werte auf dem Boden bleiben. Die praktische Umsetzung der Verkehrserleichterung ist noch weit entfernt, und die Region wird die Beeinträchtigungen durch die Bauarbeiten noch einige Jahre lang zu spüren bekommen.
